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Dienstag, 12. Juli 2016

The long way from Broadford to Portree - Kapitel 4 - Auf nach Elgol




Nachdem wir uns in der Bucht vor Kilmarie ausgeruht hatten und neue Kraft tankten, ging es am nächsten Morgen weiter nach Elgol. Wieder eine 10km Strecke (Luftline) plus ca 2km, weil wir ja vor dem eigentlichen Schlafplatz unser zelt aufgeschlagen hatten.

Allerdings ließ ich es mir vor dem Marsch nicht nehmen nochmal mit meiner Kamera los zu ziehen und Fotos zu machen. Hier und da ein paar Schafe, die Bucht, dieser schöne Platz wo wir gezeltet hatten und... jo klar... Kühe... dafür stapfte ich quer durch das teilweise sumpfige Land, aber ich schaffte es mal wieder sehr nah an meine Kühe ran zu kommen.
Ich weiß auch nicht warum ich Kühe so toll finde, aber sie haben sowas gelassenes und liebenswertes an sich.


Als ich mich irgendwann mal von meinen Fotomodellen abwenden konnte, sah ich "Frank" gaaaaaaanz weit hinten am Zelt stehen und auch wenn ich kurzsichtig bin und weit weg stand, sah ich diesen Blick, der mir sagte "Loooohooos...mach hinneeee"
Also zurück zum Zelt, Sachen packen, Zelt abbauen und los marschieren.

Das Wetter war klasse, blauer Himmel, Sonne satt, etwas Wind aber nicht so doll wie am Tag zuvor.
Naja zumindest für einen Teil der Strecke.

Wir liefen die Straße entlang, laut GPS (jaja) waren wir richtig, der Ausdruck war auch der Meinung das Stimmt so. Die Straße nach Elgol ging mal auf...mal ab...und wieder auf....und wieder ab... aber wir kamen echt gut vorran. Nach Jeder Kurve sagten wir uns "jetzt gehts endlich Bergab" aber nö... es ging weiter nach oben... am höchsten Punkt dann war er wieder da... der Wind... er wehte fies von den Bergen in die Talsenke und peitschte mich mal wieder von links nach rechts und sehr oft von der Straße. Ich merkte irgendwann das 2 paar Socken heute echt kacke waren und nutzte die Gelegenheit bei einer Pause meine Socken zu wechseln, weil ich hatte keine Lust wieder Blasen zu laufen. Danach noch ein Stück von der motivations Salami und weiter gings. Wir erreichten nach gefühlten 2 Stunden Kilmarie.

Ein süßes kleines Dorf mit einer Silberschmiede und allerlei anderen Handwerkskünsten. Die Wanderung durch Kilmarie selbst dauerte 15min. Ich sagte ja es ist klein.

Ab da an ging es nur noch Bergauf... nicht nur leicht steigend... nö... man hätte meinen können im 45grad Winkel und das durchgängig. Meine Beine hatten irgendwann ihre Grenze des tragbaren erreicht...und wieder nervte mein Rucksack, da sich die Riemen immer wieder lockerten und rutschten. Leichter war er ja immer noch nicht und das Gewicht legte sich wieder auf meine Schultern.
Es ist echt nicht einfach seinen Schweinehund den Mittelfinger zu zeigen und sich immer wieder zu sagen "Du bist kein Großstadtweichei". Ich wollte das Tagesziel erreichen und hoffte immer wieder das es mal wieder nach unten geht. Der Berg dachte sich da aber was anderes...ich hielt also wieder öfter an und hoffte das es "Frank" nicht nervt, denn er war im Gegensatz zu mir, echt gut zu Fuß.
Die nächste Pause legten wie dann, so makaber es klingt, auf einem Friedhof ein.
Er war nicht sonderlich groß oder Spektakulär, keine alten Grabsteine, aber schön ruhig und irgendwie beruhigend. Nach 15min ging es wieder weiter.
es ging auch etwas Bergab und wurde dann für ein weilchen eben... der Weg gabelte sich und dahinter ging es wieder den Berg hinauf.
Ich blieb stehen und rief "Gerade aus...oder nach den Weg nach links?????!!!!"
Er schaute auf GPS, auf den Ausdruck und meinte gerade aus... ist nicht mehr weit.
Das GPS verschwand in der Tasche, wir gingen gerade aus, allerdings hätte ich lieber den linken Weg genommen, weil da ging es runter und eben... mit etwas Wehmut sah ich den Weg im Augenwinkel verschwinden und es ging wieder nur Bergauf...

Ich hatte die Schnauze voll...man lief und lief und kein Elgol in Sichtweite.
Dann sah ich eine Kuh... eine große, schwarze Kuh... ich nannte sie Elsa.
Da ich ja einen Kuhfetisch zu haben scheine wollte ich sie streicheln... ich brauchte das jetzt!
Ich kramte in meine Tasche meines Pullis um mein Handy rauszuholen und das Knistern der Taschentuchpackung machte Elsa auf mich aufmerksam.
Langsam trottete sie auf uns zu, senkte ihren Kopf...und dann merkte ich erst das dort jemand Rübenschnipsel hingeworfen hatte.
Während wie zufrieden aß, kraulte ich ihr den Kopf und schoss ein albernes Selfie mit Elsa.

Die Kuh Elsa ^^
Auf dem Foto kommt gar nicht rüber, WIE GROß sie wirklich war. Sie war riesig, eine echte Black Angus Cow aber so lieb.
Nach dem kraulen gings weiter... zwischendurch sah ich noch ein paar Schottische Hochlandrinder mit ihren Kälbern und dann gabs nur doch die Straße Bergauf und die Leitplanke.
Gegen 14/15uhr war ich nur noch im Arsch...ich wollt nicht mehr laufen... der Rücken tat weh und die Beine waren wie Blei und das GPS sagte uns auch noch, das wir Kilometerweit abseits der Strecke sind (jaja... hätten wir mal den linken Weg genommen)
Zurücklaufen ging nicht mehr, weiter hoch laufen ging bei mir nicht mehr.

Dort sieht man im Übrigen den Weg den wir hätten nehmen sollen *hust* 
Ich hing also wie eine halbtote über der Leitplanke und ein Auto hielt an. "Frank" fragte die nette Frau ob es noch weit bis Elgol sei, sie meinte sie wisse es selber nicht, das sie nicht von hier ist. Als Sascha mir das sagte, merkte die Frau das wir Deutsche sind und lachte "ich bin auch Deutsche, soll ich euch mitnehmen?"
"Frank" sah mich an, eigentlich wollte er aus eigener Kraft die Strecke schaffen, aber er sah mich und wusste, das ich nicht mehr kann.... er stimmte zu, wir verstauten unsere Rücksäcke im Wagen und fuhren los.
Mit dem Auto waren wir genau 4min unterwegs, dann waren wir in Elgol.
Angela (so hieß die nette Frau), fragte ob sie uns noch bis nach unten zum Hafen fahren soll, sie würde uns auch wieder mit hoch fahren falls wie keinen Ort zum schlafen finden. Gesagt, getan.
Und es war gut so. Am Hafen trennten sich unsere Wege...ich hoffe Angela hatte noch einen schönen Urlaub.

Hafen Elgol bei Ebbe
Da wir immer noch ziemlich weit vom eigentlichen Übernachtungspunkt weg waren, suchten wie den Elgol Shop auf um zu fragen ob man uns ein B&B empfehlen könnte oder einen Platz zum Zelten.
Die Inhaberin meinte dann, das in Elgol kein B&B mehr frei wäre, aber in Glasnakille gäbe es Wigwams, ca 2 Meilen die Straße runter. Sie gab mir einen Flyer, Zeigte mir den Weg auf der Wanderkarte die im Eingang hing und lud uns für den nächsten Tag zum Tanzfest ein.
Da wir eh vor hatten 2 Tage zu bleiben sagte ich freudig zu.
"Frank" fotografierte währenddessen die Wanderkarte ab... endlich hatten wir richtiges Kartenmaterial und schissen aufs GPS.
Denn dort war jeder Weg, jeder Fluss jede Straße und jeder Berg eingezeichnet... woohooo!!!
Nach einer schönen kalten Cola liefen wir also die Straße runter nach Glasnakille und hofften, das tatsache noch ein Wigwam frei war.
Seltsamerweise waren diese 2 Meilen dann keine Qual mehr, denn wenn wir kein Wigwam bekämen, könnten wir immer noch unser Zelt aufschlagen, da die Straße direkt an unseren Übernachtungsplatz vorbei führte.

Ich glaube gegen 17uhr waren wir dann in Glasnakille und trafen auf Frances.
Frances, die wohl lustigste, liebenswerteste Person die ich auf Skye kennenlernen durfte.
Sie freute sich uns zu sehen und hatte für die Nacht noch ein Wigwam frei. Als ich fragte ob auch 2 Tage gingen, meinte sie das für den nächsten Tag ein Pärchen reserviert hatte. Naja nicht so schlimm.
Wir bezogen unser Wigwam und waren ziemlich glücklich. Es war schön geräumig, trocken, warm, 2 weiche Matratzen, ein Sessel, ein Tischlein, Toaster, Wasserkocher und eine Heizung.
Die Toilette befand sich bei Frances im Haus, allerdings meinte sie das wir die Klospülung nicht betätigen sollen und Duschen ginge gerade auch nicht so, da der Wasserspeicher nicht mehr so voll ist.
Sie gab uns aber eine Schüssel, die wir mit Wasser füllen konnten als Ersatz Spülung. Ging super und sparte Wasser. Das wir nicht Duschen konnten war auch nicht so schlimm, ich füllte das Waschbecken mit warmen Wasser und wusch mich so. Danach wurden noch ein paar Klamotten gewaschen und hing sie dann auf die Wäscheleine.
Nach 2 Std klopfe Frances nochmal bei uns an um uns freudig zu sagen, dass das Pärchen gerade abgesagt hat und wir 2 Tage bleiben können... woohooo.
Zu Essen gabs wieder irgendwas mit Reis.
Zu später Stunde gingen wir noch mal den Berg rauf um den Sonnenuntergang zu Fotografieren... aber meine Kamera zickte diesmal rum und ich bekam (für mich) kein geiles Foto.

Glasnakille <3 

Die Nacht war diesmal richtig kalt und durchgefroren gingen wir zurück ins Wigwam, kuschelten uns in die Schlafsäcke und fielen sofort in Tiefschlaf.

Weitere Bilder findet ihr wie immer auf der Facebook Fotopage  Jeany Katze .

(to be continued...)

Sonntag, 3. Juli 2016

The long way from Broadford to Portree - Kapitel 3 - The way to Torrin


Zwei Tage blieben wir an Loch Slapin in der Bucht Camas Lamac.
Es war toll. Am liebsten hätte ich mir da eine Hütte gebaut und wäre einfach geblieben.
Ich litt immer noch unter den Midges bissen die juckten wie sau. Und ich hatte wirklich jeden Mist bei in meinem Erste Hilfe Zipperbeutel, nur keine Salben oder Anti-Allergiker.
"Frank"vergnügte sich damit Fotos zu machen, es war gerade Ebbe, ich machte es mir am Ufer gemütlich und kühlte meine Pusteln mit Salzwasser und genoss die Sonne und beobachtete die Schafe.
Abends gabs Essen und wir erholten uns von dem langen Weg.
Am nächsten Morgen wollte ich dann Bilder von der Bucht machen, aber zu meinem Pech hatte ich Flut, konnte aber dennoch gute Schnappschüsse einfangen. Später am Tage machten wir uns noch auf den Weg zu dem Weg von dem wir eigentlich hätten kommen sollen, um Bilder zu machen.
Da bekam "Frank" wieder Herzflattern, als er irgendwann im Augenwinkel sah, wie ich an den Steilklippen rumtanzte um einen Weg nach unten in die Bucht zu finden.
Ich fand keinen, aber "Frank" dafür fast einen Herzkasper "Ich hab keine Lust das du mit offenen Schädel da unten liegst"... jaja... hat er ja recht, aber habs natürlich nicht zugegeben und lieber nen unpassenden Spruch raus gehauen.
Ich suchte weiter nach einen Weg nach unten und krabbelte zwischen den Felsen umher. Die Wolken zogen sich zu und es nieselte etwas. "Frank" wollte eigentlich zurück zum Zelt, ich wollte aber meinen Bock durchsetzen und fand dabei ein echt geile Höhle. Mehr so eine Art unterirdischen Bachlauf.
Sehr geil...und ja ich kroch da auch rein und wollte sehen wie tief es runter geht.
"Franks" Blick nach sah er mich schon wieder halb Tot irgendwo rumliegen, also hab ich dort keine Bilder gemacht und kam wieder hochgekrabbelt.
Um wieder auf den Weg zu kommen mussten wir noch ein Stück den Berg rauf und dort fanden wir dann einen echt tollen Wasserfall. Naja und auch die Midges fanden uns, worauf hin wir weniger Fotos als gewollt machten und danach zurück zum Zelt gingen.

Unten angekommen knatterte ein Rot-Weisser Truck an...mit deutschem Kennzeichen!
Das Teil sah nicht nur extrem geil aus, nein auch der Fahrer mit seiner Familie waren echt nett und spendeten mir, nach einer lieben Bitte meinerseits Soventol Hydrocort-Salbe. Ich konnte endlich meine Bisse verarzten und freute mich enorm darüber.
Man spürte das es unweit von uns stärker geregnet hatte, denn es kühlte sich empfindlich ab.
Wir hatten einen super schönen Sonnenuntergang, den ich leider nur mit meinem Handy festhalten konnte, denn mir war so kalt, dass ich mich vor Zittern nicht mehr eingekriegt hatte.

Falls die beiden, ich nenne sie jetzt mal Uwe und Heike, denn ich fragte sie leider nicht nach ihren Namen, das hier irgendwie mal lesen... Danke für Alles :)
Besonders für die Salbe, die Räucherspiralen und das gefilterte Wasser am nächsten Morgen.

Wie erwähnt, nach 2 Nächten dort machten wir uns dann auf den Weg zu unseren nächsten Übernachtungslager, welches hinter Torrin lag.
Diesmal dachten wir, sind wir Schlauer, nehmen die Straße, da kann man sich nicht verlaufen.
Mit gepackten Rucksäcken, frischem Wasser und Elan machten wir uns auf den Weg... stellten dann aber mal wieder fest das wir uns so einen Wolf laufen, da sich die Straße zig mal schlängelte und wir auch noch ein Schild sahen mit "Private Road". Also kehrten wir wieder um, zurück zur Bucht und liefen diese entlang bis uns ein Zaun Stoppte. Das GPS Gerät lachte uns auch wieder aus.
Wir sahen uns nochmal die ausgedruckten Karten an und beschlossen dann einfach über den Zaun und Querfeld ein zu laufen.
Eigentlich gute Idee, aber es ging Berg auf, es war rutschig und schlammig, mein Rucksack saß nicht richtig und irgendwie war mein Körper überfordert, sodass sich alles krampfte. Auch meine Lunge und ich suchte dann irgendwann panisch meinen Inhallator. 
Meine gute Stimmung war dann im Keller und irgendwie hab ich "Frank"dann auch mit angesteckt.
Ich durfte dann noch mit meinem 20kg aufm Rücken über nen Zaun steigen und die Straße Bergauf laufen.
Ich wurde immer langsamer und meckerte vor mich hin. 
Dann sah ich das Café Blue wo ich schon auf dem Weg nach Loch Slapin ein Werbeschild sah.
"Hand made Cakes" ich wollte so gerne einen Kuchen.
Etwas süsses, einfach etwas schönes... ich sah "Frank" an, deute sein Gesicht dazu aber eher nein zum Kuchen zu sagen, auch wenn er meinte "klar mach doch".
Den Rest des Weges schwieg ich. Ich war maulig weil ich keinen Kuchen hatte, ich war maulig weil der Weg so kacke war, denn wenn er nicht steil Berg auf ging, dann wurde man vom Wind nach links und rechts gepeitscht, ich hatte Hunger, ich hatte durst und mir tat der Rücken weh. Ich lief aber weiter.
Als wir am Ortsende von Torrin ankamen brauchte ich eine längere Pause.
"Frank" machte Fotos vom Fluss der sich dort entlang schlängelte und ich grummelte weiter wegen des Kuchens den ich nicht hatte, aber quasi schmecken konnte.
Noch immer taten mir die Schultern weh und die Beine waren schwer und mir war nach aufgeben.
Das Wetter war irgendwie unwirklich und der starke Wind von allen seiten machte das Gehen nicht einfach für mich. Nach 2 Müsliriegeln und nem Stück Salami gings dann in den Endspurt.
"Frank" lief vor, ich schwankte hinterher. Er war genervt das ich immer stehen blieb ohne bescheid zu sagen, aber ich hatte auch keine Kraft gehabt gegen den Wind anzuschreien damit er mich hört.

Für mich zog sich die Straße wie Kaugummi und ich nahm die Landschaft schon gar nicht mehr wahr.
Irgendwann, gut 1km vor dem eigentlich Schlafplatz fanden wir ein Plätzchen, was ebenso schön war wie dies in Camas Lamac.
Dort waren Schafe und wie Schafe sind, ist es gut!
Man sah auch, dass wir nicht die ersten waren die dort Zelteten, da einige benutzte Lagerfeuer Stellen waren.
In der Nähe einer Eberesche und eines Baches schlugen wir das Zelt auf und ich fiel erstmal völlig erschöpft rein. Ich war dann auch nicht mehr grummelig weil ich keinen Kuchen bekam.
"Frank" füllte erstmal unsere Wasserreserven auf und machte ein paar Fotos.
Nachdem ich wieder rehabilitiert war, machte ich mich mit ihm auf die Gegend zu erkunden und war wieder fasziniert über diese Schönheit die Mutter Natur uns bot. Der Wind war auch nicht mehr so stark.
  

Wir waren beide ziemlich Platt und machten uns nur noch fix was zu essen und gingen dann schlafen.
Nächsten Tag sollte es nach Elgol und Glasnakille gehen. ca 10-12 Kilometer Luftline laut GPS.
Wir nahmen uns auch vor uns diesmal nicht zu verlaufen...

(...to be continued..)

Mehr Bilder auf Jeany Katze Photography 

Samstag, 2. Juli 2016

The long way from Broadford to Portree - Kapitel 2 - Loch Slapin and the Sheeps



Nachdem wir also die erste Nacht mit den Midges überlebten und ich wegen meiner "ich muss jetzt eine Kuh streicheln" Aktion zu freuden "Franks" auch Wasser fanden, starteten wir gegen 6uhr unsere weitere Reise Richtung Loch Slapin.

Laut dem genialen GPS und der ausgedruckten Karte mussten wir nur der Straße folgen, was wir auch taten. Es windete leicht, die Sonne strahlte, mein Körper musste sich immer noch an den 20kg schweren Rucksack gewöhnen und dank der Sonne wurde mir wieder warm.
Da ich aber nicht anhalten wollte, wartete ich erstmal eine weile bis wir eine Pause einlegen.

Wir folgten also der Straße, entlang an Schafen und einer traumhaften Landschaft, frei von Midges (weil sie weder Sonne noch Wind mögen), ab und zu lief man noch an einem Haus vorbei oder musste einem Auto ausweichen. Das GPS hatte "Frank" weggesteckt, denn Skye hat nicht besonders viele Straßen um es genau zu nehmen sind es um die 5-6 Straßen (Single/Mainroads) auf Skye, also sehr übersichtlich sollte man meinen. Wir freuten uns...
Nach 3 Stunden fragten wir uns dann aber schon, warum wir noch nicht an der Küste sind, oder Wasser sehen und ob es denn noch weit sei...

"Frank" holte das GPS raus und sah mich dann mit diesen Blick an, den ich auf der Reise noch 2 mal sah (heute kann ich darüber lachen)... dann meinte er zu mir "also laut GPS sind wir gut 3km Luftline ab vom Kurs"
Wie jetzt...? Ab vom Kurs? Hier gibts nur eine Straße, da war nirgendwo eine Gabelung, kein Weg, wie wir sind 3km Luftline ab vom Kurs?!
Da wurde uns dann mal klar, ist ganz schön kacke ohne Internet...auch kacke das ich doch nicht die Wanderkarte bestellt hatte, weil wir hatten ja das GPS und uns von Maps was ausgedruckt... Maps weiß nicht alles!!!

Wir machten eine Pause, aßen ein Stück der superschweren, riesen großen motivations Salami die meine Mutter mir mitgab (ja Mutti ist die Beste).
Dann versuchten wir uns Übersicht zu verschaffen und liefen etwas den Berg hoch an dem wir rasteten. Ja es gab nur diese eine Straße, auch wenn man nicht sehen konnte wo sie sich überall lang schlängelt. Die Leute auf Skye können alles, nur keine geraden Straßen *lach*.
Jedenfalls sahen wir auch da kein Wasser, aber etwas was wie ein Weg aussah und das GPS sagte uns zumindest, das die Luftrichtung stimmte.
Also Rucksäcke aufgeschnallt, den Berg hochgewandert und dann blieb "Frank" irgendwann stehen (ich hing etwas hinterher) und wollte umkehren.
Er meinte "da hinter kommt noch ein Berg und dahinter bestimmt noch einer. Lass uns doch lieber die Straße nehmen"
Ich dachte mir aber so "nö ey...ich lauf doch keinen Umweg der uns vielleicht noch weiter vom Kurs abbringt" schmiss den Rucksack ab und kletterte weiter den Berg hoch.
"Frank" stand immer noch da, sah mich skeptisch an und meinte das hätte doch keinen Sinn... klar nach dem Berg kam noch ein Stück Berg, den lief ich auch hoch, denn irgendwann muss es ja auch mal wieder runter gehen und mein Auge sah Wasser!!!

Da ich von da Oben ein ziemlich guten überblick hatte, konnte ich auch gleich schauen, ob man auch um dem Berg rum kommt, war kräfte schonender wäre und wir hatten Glück.
"Frank" und ich freuten uns, kramten unsere Gamaschen raus und ich lief vor.
Zum Glück lief ich vor...denn wir liefen durch sumpfiges Land. Klar zwischen den Bergen sammelt sich nun mal das Regenwasser und weicht den Boden auf. Ich suchte also wieder nach wegen die die Schafe gegangen waren, denn wo kein Schaf stecken bleibt, kommen wir auch durch und ich bin nun mal etwas kleiner und mit Gepäck leichter als "Frank" , sollte ich also irgendwo stecken bleiben, hätte er mich rausziehen können.
Als ich "Frank" von den "Mudholes" erzählte, bekam er wieder einen besorgen Gesichtsausdruck.
Er dachte das man in Mudholes verschwindet... ich hätte vielleicht gleich erklären sollen das die Mudholes bestenfalls 30-50cm tief sein können und man sich dann die Klamotten einsaut und seinen Schuh verlieren kann, es aber nichts mit Treibsand oder so zu tun hat... das erklärte ich dann beim laufen und dann war er auch wieder sorgenfreier.

Da ich beim Laufen und allgemein auf Skye jegliches Zeitgefühl verloren hatte, kann ich nicht bestimmt sagen, wie lange wir zwischen den Bergen rumliefen und kleine Bergbäche überquerten. Aber es fühlte sich an wie eine Stunde, vielleicht waren es aber auch zwei.
Als wir endlich den letzten Hügel überquerten und nun wussten, was früher die Highlander liefen um von Clan zu Clan zu kommen, sahen wir endlich Loch Slapin.
Für mich genau im richtigen Moment, weil meine Muskeln im Rücken und Nacken den Punkt erreichten, wo sie anfingen zu krampfen.

Wir sahen Himmelblaues Wasser, fantaschtische Berge...den Weg von dem wir hätten kommen sollen und...Schafe *lach*






Wir nutzten den Moment um Fotos zu machen und kurz zu verschnaufen um die letzten 300m bis zum Übernachtungslager runter zu laufen.
Ich merkte aber auch, das ich mir auf der Strecke durch die Berge 2 Blasen gelaufen hatte und war froh, das "Frank"meinte das wir dort 2 Tage bleiben werden bis wir weiter laufen.

Wir suchten uns ein schönes ebenes Plätzchen für unser Zelt aus, mit Aussicht auf das letzte Foto, um uns rum Schafe. Abends stellten wir das fest das wir wohl genau an der Stelle unser Zelt hatten, wo die Schafe immer vom Berg kamen, es es störte sie nicht...uns auch nicht. Ich fand die Schafe sogar sehr beruhigend, wenn sie abends neben dem Zelt grasten und kommunizierten. nach einer weile hatte ich sogar ein Ohr dafür, welches Lämmchen nach seiner Mama määääht und umgekehrt.
Das Wetter war immer noch klasse, sehr sonnig, leicht windig, keine Midges.
Wir konnten auch endlich unser erstes Essen kochen... es gab Nudelsuppe mit Reis.



Loch Slapin ist übrigens salzig. Wer dort rastet sollte sich also dort kein Wasser rausholen, aber drum herum gibt es genügend Bäche aus denen man sich bedienen kann. Das Wasser ist so klar und durch die Berge und der Lehmerde gefiltert, das man auch praktisch auf den Wasserfilter verzichten kann. Wir benutzen ihn dennoch sicherheitshalber.

Und noch etwas in eigener Sache... wer auf Skye wandert oder allgemein Schottland oder egal wo... seid bitte keine Schweine und nehmt euren Müll wieder mit. Irgendwann kommt man an einer Mülltonne vorbei um ihn zu entsorgen. Ich finde nichts ist schlimmer als Verpackungsmüll an solchen Plätzen! Und da es beim Wandern nun mal auch nur das Bioklo (natur) gibt, nehmt euch ne Gartenschippe oder so mit denn niemand möchte in Humanoide Fäkalien treten.

Weitere Tipps für Neulinge was z.B. Proviant angeht. "Frank" und ich hatten beide jeweils viel zu viel mit. Wir Dachten sehr einfach und praktisch und hatten Reis, Nudeln und Tütensuppen bei. Die kommen einen aber nach 3 Tagen schon echt aus den Ohren raus. Woran wir nicht dachten waren z.B. Kartoffelbrei, Trockenfleisch, Trockenobst oder eben Süßspeisen wie Götterspeise (einfach um die Stimmung und den Zuckerspiegel auf erfreulichen Niveau zu halten.
Was aber immer gut ist sind Müsliriegel und Studentenfutter. Zutaten für ein einfaches Stockbrot oder nen Käse. Trecking/ Wandern ohne B&B muss nicht zwingend heißen das  man nur von Tütenfraß leben muss. "Frank" z.B. hatte Milchpulver dabei damit er morgens sein Müsli zum Frühstück hatte.
Das Milchpulver verhält sich wie normale Milch, man kann sie also auch aufkochen und sich nen Grießbrei machen.

Sonst weiter sollte man sich auf das Minimum beschränken, was Luxusgüter angeht.
bei einer 14 tage Reise sollte man sich Wechselkleidung für 7 Tage einpacken und 2-3 Reisetuben "REI" um die Klamotten an guten Tagen (also Wind und Sonne) zu waschen. Eine Schnur oder wie ich bei hatte, Wäscheleine" ist dann praktisch. Nur an Socken und Schlüpper hatte ich mehr bei, da man nie wissen kann wie das Wetter oder der weg ist und nichts ist schlimmer als feuchte Socken, denn das macht Blasen!
Ansonsten hatte ich eine Softshelljacke bei, einen Kapuzenpulli, eine 3/4 Sporthose und eine Lange Sporthose (die haben einfach mal weiche Nähte die beim laufen nicht scheuern) und eine Krempelhose. 4 Träger Tops und 4 Shirts. Ein Regencape mit der Funktion das auch der Rucksack mit eingepackt ist und gute Wanderschuhe.
Die Wahl der Wanderschuhe ist jeden selbst überlassen. Ich hatte Glück das die 17,99€ Schuhe von LIDL Top waren und absolut dicht hielten. In Kombi mit den Gamaschen ein gutes Duo.

So das wars erstmal...
Wir blieben wie gesagt 2 Tage an Loch Slapin, machten viele schöne Fotos welche bei Facebook einmal bei mir Jeany Katze Photography zu sehen.
(to be continued...)


Donnerstag, 30. Juni 2016

The long way from Broadford to Portree - Kapitel 1 - The Midges



The Long way from Broadford to Portree...alternativ könnte man es auch nennen, "Wenn das GPS Gerät dich verarscht und die Midges dich auffressen"

Am 13.Juni ging es für "Frank" und mich auf nach Schottland. Die Nacht vor dem Flug quasi nicht geschlafen, um 3uhr morgens aufgestanden, damit man gegen 4 am Airport ist, Check in, Gepäck abgeben, warten... ne überteuerte Cola nach der Personenkontrolle gekauft und ab in den Flieger.
Wir flogen mit der KLM!
Wer denkt, dass auf einem Pendelflug mit der KLM zwischen Berlin und Amsterdam irgendwann mal Deutsch gesprochen wird, hat sich geschnitten. Man wird schon um 6uhr morgens mit Niederländisch verwöhnt. Bis dato dachte ich eigentlich ich verstehe Niederländisch, aber dieses Niederländisch bestand aus mehr "chrrrrrr" lauten, als Schwitzerdütsch. Ebenso die Englische Version...also die hätten mir auch erzählen können das die Maschine gerade brennt, ich hätts nicht verstanden und weiter grinsend in mein "Cheese sandwich" gebissen.
Nach ca. 1 stunde Flugzeit oder 1,5std waren wir dann in Amsterdam.

Hier muss ich mal anmerken... die Holländer schaffen es einen Gigantischen Flughafen in der Stadt zu bauen wo die Maschienen noch über DREI Autobahn Überführungen rollern und Berlin kriegt den BER nicht gebacken und will aber Tegel dicht machen. Deppen

Nun jedenfalls in Amsterdam angekommen mussten wir Quer durch den Flughafen düsen um unser Gate am anderen Ende zu finden. Da hieß es dann erstmal warten, "Frank" war müde und versuchte sich irgendwie hinzufletzen, was aber nicht so ganz glückte.
Dann gings weiter nach Edinburgh, ebenfalls mit der KLM, lustigen Holländisch und Kuchen.

Nach nochmals einer Stunde Flugzeit waren wir endlich in Schottland, warteten das unser Gepäck ausgeladen wurde und suchten dann unseren Bus nach Glasgow.
Irgendwie waren wir ne Stunde zu früh dran, aber man nahm uns trotzdem mit.
In Glasgow selber fragten wir uns erstmal durch wie wir zu TISO kommen. Das ist ein Outdoor Laden wo wir unsere Gaskartuschen besorgen mussten, da man mit sowas ja nicht fliegen darf.
Der Verkäufer war gut! Er drehte uns gleich pro Nase 2  große Kartuschen an und ich kaufte mir noch eine Camping Tasse, für meinen Tee. Die hatte ich zu Hause ja vergessen.
Nach unserem Shopping gings wieder zurück zum Busbahnhof und warteten auf unseren Bus nach Broadford. Zwischenzeitlich schnorrte ich ein letztes mal Wlan...

Unsere Busfahrt von Glasgow nach Broadfort war laaaaaaang...und abenteuerlich...ich sah mehrmals den Abgrund und fühlte mich zwischendurch echt nahe an Gott obwohl ich so gar nicht frömmig bin. Aber die Single-Roads haben es in sich, sie sind schmal, sie sind einspurig und irgendwie fahren sie da ein bissel wie die Säue. Die Fahrt dauerte... man möge mich korrigieren... 7 oder 8 stunden. Davon gabs eine 5min Pipi Pause und eine 20min Pause in Fort Williams.
Die war auch noch ein kleiner Schocker, denn als wir von unserer Pipi Pause zurück zum Bus gingen, was der einfach weg.
Ich dachte nur noch "scheisse...hab ich den jetzt falsch verstanden? Unsere Rucksäcke sind doch noch drin"...aber nein... er war nur kurz weggefahren um die Bustoilette zu reinigen.
Als wir um 21uhr Ortszeit dann endlich in Broadford ankamen, wartete schon unser Begrüßungskomitee... die Midges!

Tausende Midges stürzten sich auf uns, es war feucht schwül, hatte zu vor kurz genieselt, es war windstill. Die perfekten Bedingungen für diese kleinen Arschmücken.
"Frank" und ich liefen in die Richtung die uns der Busfahrer nannte, wo auch nach den Ausgedruckten Karten unser erster Übernachtungsplatz sein sollte... schade das am Ende der Straße Zäune waren und nicht der Schlafplatz.
"Frank" kramte sein GPS Gerät raus, während ich wie eine Geisteskranke, fuchtelnd mit meinem 20kg Rucksack aufm Rücken und viel zu warm angezogen, versuchte, auf und anrennend den Midges auszuweichen und sie zu vertreiben.

Lasst euch sagen.... pusten ist nicht gut! Pusten lockt nur noch mehr an. Schwitzen und sich aufheizen lockt noch mehr an. Pusten, sich aufheizen weil zu warm angezogen (weil kaltes Wetter vorhergesagt wurde), dabei schwitzen und dann noch panisch atmend hat wohl an den Abend die gesamte Midges Inselpopulation angezogen. Und das Skin so soft oil von Avon bringt nebenbei gesagt, gar nichts...außer das man dann noch mehr schwitzt.

"Franks"GPS sagte uns währenddessen das wir voll Falsch waren, also zurück, die Straße hoch, seiten Straße rein und laufen... Berg auf... mit 20kg Gepäck, Midges und zu warmer Kleidung. Ach ja und Zäune... die halbe Straße war eingezäunt, man hatte also nicht mal die Möglichkeit einfach am Straßenrand das Zelt aufzuschlagen um ruhe vor den Highlandmücken zu haben.

Nach gefühlten 5 Kilometern (wahrscheinlich waren es nur 2) fanden wir endlich eine Stelle um das Zelt aufzubauen. Besser gesagt, "Frank" baute auf, ich lief panisch Kreise in die Wiese, heulte und fluchte.
Ja es war ein schlechter Start für uns. Wir haben diese Midges einfach mal unterschätzt, waren schlecht vorbereitet, hatten keinen Schutz und die Windstille machte es uns auch nicht leichter. Zudem war es auch noch dunkel. Da ich übersät mit den Minimücken war und ich sie nicht mit der kleidung ins Zelt schleppen wollte, zog ich mich noch vor dem Zelt aus. Mir war es in dem Moment einfach egal ob mich einer in der Pampa in Unterwäsche sieht oder nicht. Als ich im Zelt war, blieb "Frank" noch draußen und wartete bis ich die Isomatten aufgeblasen hatte. Er hatte wie ich mit den Biestern zu kämpfen.
Trotz des ausziehens und abklopfens, hatten wir noch massen der Midges im Zelt.
Die Biester sind zum Glück nicht sonderlich helle und blieben meist oben am Zeltdach, kam man ihnen aber zu nahe, bissen sie zu. Sie summen nicht, aber man hörte wie die gegen das Zelt ditschten.
Man hätte meinen können, es nieselt.
Viel und gut geschlafen haben wir nicht. Wir wurden extrem zerbissen, wobei ich mehr Pech hatte als "Frank". Er wurde zwar auch massiv gebissen, vor allem im Gesicht und Händen, aber die kleinen roten Punkte die etwas an Masern erinnerten, verschwanden bei ihn binnen weniger Stunden.
Ich bekam Beulen, weil Oh wunder... Jeany ist Allergisch gegen Insektenstiche!
Und an was hat Jeany nicht gedacht einzupacken? Richtig... Antiallergiker... nicht mal ne scheiss Fenistilsalbe hatte ich bei.

Unsere Nacht war kurz, wir waren schon um halb 5 oder punkt 5 wach. Man hörte immer noch die Midges gegen das Zelt ditschen. Aber man kann nicht ewig im Zelt bleiben, man kann nicht darauf hoffen das es plötzlich windet und die Biester verschwinden.
Außerdem drückte die Blase... wir mussten also früher oder später raus, egal ob sie noch da sind, oder nicht.
"Frank" war wieder Heldenhaft. er verließ zu erst das Zelt und packte seinen Rucksack, während ich drinnen versuchte mich umzuziehen und nach und nach Schlafsack und Isomatten zusammen zu rollen und raus zu reichen. Meinen Rucksack versuchte ich ebenfalls im Schutze des Zeltes zu packen, während die im Zelt verbliebenen Midges mich wieder in den Nacken, Schultern und Gesicht bissen. Ich versuchte nicht wieder zu heulen, weil ich "Frank" nicht demotivieren wollte, aber so richtig gelang es mir nicht.
Unsere Laune war ziemlich im Arsch. Zudem kam ja noch, wir hatten kein Wasser.
Als ich fertig war und das Zelt verließ, baute "Frank" das Zelt ab und es kam endlich ein wenig Wind auf.
Mit dem Wind verschwanden die Midges so plötzlich, wie sie gekommen waren.
Ich war gefrustet, "Frank" auch und er machte sich extrem sorgen um das Wasser. Wir hatten noch einen weiten weg vor uns und nichts zu trinken dabei...
Dann sah ich hinter mir Kühe....

Und was macht Jeany wenn sie Kühe sieht?
Richtig... sie will die Kühe streicheln...
"Frank" ist fast ausgeflippt. Er hatte neben dem Wasserproblem nun noch die Sorge, das mich eine Kuh umhaut. Mir war das egal... ich wollte eine Kuh streicheln. Ich brauchte das jetzt... ein Moment des Glückes... eine Kuh kraulen.
Kurz vor den Kühen und den Mahnrufen von "Frank", das ich das doch bitte lassen soll, weil gefährlich, konnte ich "Frank" mit meiner Aktion eine gigantische Freude machen...
Wo Kühe sind, ist auch Wasser!

Es war zwar nur ein kleiner Bergbach, aber er war sauber, er war klar und es kühl und wir konnten unsere Wasserbehälter auffüllen und uns die Midges Leichen abwaschen.

Also liebe Männer... wenn eure Frau sagt sie will eine Kuh streicheln gehen, dann lasst sie eine Kuh streicheln. Denn ohne die Kühe und meinem Drang "muss streicheln" hätten wir kein Wasser gefunden und hätten gefrustet und durstig in den Tag starten müssen. Zu dem ließ es die erste Nacht und die Midges Apokalypse in Vergessenheit geraten und das Stimmungsbarometer stieg enorm.

Wir konnten nun endlich unser Abenteuer beginnen und folgten dem GPS...

(to be continued)

Montag, 6. Juni 2016

Lost places Berlin - Der Geisterbahnhof von Siemenstadt



Als einer der noch am einfachsten erreichbaren Lost Places Berlin ist der stillgelegte S-Bahnhof Siemensstadt.
Die Siemensbahn ist eine S-Bahnstrecke innerhalb Berlins, erbaut von der Firma Siemens, die die Strecke in Eigenregie zwischen 1927 und 1929 errichtete, damit ihre Arbeiter schneller zur Arbeit gelangen konnten. Der Verkehr auf dem knapp viereinhalb Kilometer langen Ast ruht seit dem Reichsbahnstreik im September 1980.
Seit her verfallen die Bahnhöfe Siemensstadt, Wernerwerk und Gartenfeld, sowie die Gleisanlagen und die Natur erobert sich zurück was einst ihr gehörte.

Es ist schon etwas seltsam, wenn man sich einen Weg sucht um auf die Bahnhöfe zu gelangen.
Viele Zäune erschweren den Weg, man will auch nicht wie ein voll Krimineller am helllichten Tag, mit seiner "Juhuu wir machen Picknick" Kleidung über einen der Zäune klettern. Technisch gesehen ist es ja "against the law" und man sollte sich auch immer klar sen, das es verwilderte Anlagen sind die nun seit fast 40 Jahren verrotten und auch ein gewisses Verletzungs- und Unfallrisiko birgt.

Nach abwandern der Gleisstrecke fanden wir dann aber doch noch einen recht günstigen Zugang und liefen auf den alten Gleisen zurück zum Bahnhof Siemensstadt.
Die Strecke an sich erinnerte mich dann sehr an "Stand by me" und im Kopf summte ich den Song und hoffte indirekt keine Leiche zu finden. (In Berlin weeste dit ja nie so jenau)

Nach einer kleinen Weile erreichten wir dann das Bahngelände und begannen erstmal wie Falschgeld mit unseren Kameras umher zu schleichen um keine große Aufmerksamkeit zu erregen, was dann ziemlich schnell nachließ, als von der anderen Bahnhofsseite 2 Männer auftauchten, ebenfalls mit Kamera und auf dem Bahnsteig liefen, als wärs total normal.
Ab da an, war dann das Gefühl von "uuuuuuhiiii wir machen was verbotenes" verflogen und ich kümmerte mich mehr darum die 2 nicht auf meinen Bildern zu haben.

Das Gelände ist runter gekommen, voller Streetart, aber eben auch von irgendwelchen Deppen ziemlich zerlegt worden. Alte Schilder findet man so gut wie keine mehr, die alten Uhren die von der Decke hingen wurden zerschlagen und es liegt leider auch viel Müll rum.

Ich fands trotzdem interessant, widmete mich dann aber mehr der Streetart bis mein Auge dann auf einen Toten Waschbären fiel, der Mitten auf dem Bahnsteig lag. Vielleicht schon eine Woche, vielleicht auch länger und ich muss gestehen, ich steh total auf "rotten-pictures".
Für den einen total widerlich, für mich sehr faszinierend, denn auch das ist halt Natur.
Damit aber nicht alle sofort das Kotzen kriegen, werde ich den Waschbären, den ich Rüdiger nannte, als letztes Bild hier einstellen, mit einer vorab Warnung, für die, die nicht weiter scrollen möchten.

Im Anschluss sind wir danach wieder die Gleise entlang gelaufen bis zum Bahnhof Wernerwerk.
Eine schöne Strecke muss ich sagen, man sollte aber auch festes Schuhwerk tragen, da es an ein...zwei Stellen Fixer Punkte gibt, wo massenhaft Spritzbesteck und Nadeln rumliegen, die man sich sonst unachtsam eintreten könnte. Also Augen auf!











Nun folgt der Weg und der Bahnhof Wernerwerk



















!!!ACHTUNG!!!
 
JETZT
KOMMT
!!!RÜDIGER!!!






Samstag, 28. Mai 2016

Meanwhile in Berlin...


Moin lieber Lesers,

wie man ja mitbekommen hat, ist es die letzten Monate etwas ruhig um mich geworden.
Gründe waren Jobwechsel, Jobaufgabe und Neufindung.
Irgendwann kommt man im Leben an einem Punkt, da stehst du wie bei "Geh aufs Ganze" (alte Gameshow aus den 90ern) und wirst gefragt "Tor 1, 2 oder 3? Hinter einem ist der Zonk!"
Man kann dann also aufs Ganze gehen, ein Tor wählen und hoffen nicht den Zonk zu erwischen, oder du bleibst Safe und nimmst das mit was du hast...

Nunja... ich nahm halt Tor 2, erwischte den Zonk und dachte mir dann "Ach scheiss doch drauf, machste eben mal was ganz anderes". Schlechter kann nicht mehr werden und ich hab ja noch den 50/50 Joker.

Nun gut, ich habe meinen Beruf den ich 10 Jahre aufopferungsvoll ausübte und am Ende nichts dafür bekam, außer einen Tritt in den Allerwertesten, erstmal an den Nagel gehängt.
Ein Verlust für die Branche.

Zumindest habe ich nun wieder unter die Fotografen und Blogger gesellt und dem was ich am besten kann.. Kreativ sein!
Zumal bin ich auch eine direkte und ehrliche Seele, beobachte und analysiere lange und versuche an gewisse Themen auch ohne eigene Meinung ran zu gehen, aber immer noch aus der Sicht, wie auch andere das eine oder andere sehen, aber sich vielleicht nicht so recht trauen es laut zu sagen.
Und nein ich meine damit nicht diese "Gutmensch", "Wutbürger" kacke (ja ich sage Kacke und meins auch so, es ist kacke).
Ich frage mich eh schon sehr lange, wer sich solch Wortkompositionen ausdenkt?!
Man Definiere mal bitte einen "Gutmenschen" und warum ist das neuerdings auch ein Schimpfwort?
Okay... ich spring doch mal kurz auf den Zug auf... Gutmensch... ist für mich ein Mensch der Gutes tut und vielleicht auch erstmal an das Gute im Menschen glaubt. Also frei von Vorurteilen.
Muss ja nicht gleich heißen das so jemand gleich naiv oder dumm ist?!
Also wenn Gutmenschen schlecht für die Gesellschaft sind, dann ist unsere Gesellschaft so ziemlich am Arsch, denn das würde ja bedeuten, dass es besser wäre immer voller Vorurteile gegen alles und jeden sein zu müssen und nicht an das Gute in Dingen oder Menschen zu glauben.

Nun zu den "Wutbürgern".
Das scheinen mir die Menschen zu sein, die schon lange den Glauben an das Gute verloren haben und alles und jeden feindlich entgegen stehen.
Ich würde sie eher als klassische "Frustletten" bezeichnen. Eben die Leute die nicht aufs Ganze gehen, nicht Zwischen Tor 1-3 Wählen, sondern bei dem bleiben was sie ankotzt, sich dann aber wiederum beschweren, das sich nicht ändert und alles so scheisse bleibt wie es ist (für sie).
Nun ja... jeder ist seines Glückes Schmied.
Wenn man unzufrieden mit seiner Arbeit, seinen Lohn oder Wohnort ist, dann sollte man selber anfangen etwas daran zu ändern, bei sich selbst und nicht Fremde für etwas verantwortlich machen oder den Schwarzen Peter zuschieben nur weil man selbst auf der Stelle tritt.
Und nur mal so, ein Asylant ist nicht schuld daran, das man seinen Job verliert oder keine Arbeit findet. Er ist auch nicht schuld daran das dein Job dich nicht glücklich macht, sondern aussaugt. Er ist nicht schuld daran, das die Kinder in der Schule keinen geraden Satz mehr formulieren können!

Jaja kein Witz... erst gestern in der U-Bahn 3 Kids vor mir gehabt ohne Migrationshintergrund und es kamen Sätze wie "Ich geh u-Bahn" oder "halt die Mund du hässliche"
Sowas kommt nicht, weil in deren Klasse vielleicht ein hoher Anteil von Ausländern herrscht, sondern weil Eltern einfach mal nicht mehr richtig mit ihren Kindern reden. Sprache fängt zu Hause an ab dem Punkt wo Baby gebrabbel von Dada und Wauwau auf Mama, Papa und Hund übergeht.
Und ich kenne mehr Deutsche als Ausländer die einen Integrations-Deutschkurs nötiger hätten.

Und nö... ich bin kein Gutmensch und auch kein Wutbürger, ich bin ein Optimistischer-Pessimist dessen Gehirn nicht nur zur Schwerpunktverlagerung dient. Und es tut auch nicht weh, diese weiche, graue Masse unter der Schädeldecke zu benutzen. Morgens brauch sie zwar eine Weile um in die Gänge zu kommen, meistens läuft sie da auch Standby und durchlebt täglich erneut die Evolution von Cro Magnon Menschen zum Homo Sapiens.

Zumindest scheine ich mich ja von der Masse abzusetzen. Ich wählte ja Tor 2 mit dem Zonk und ich muss sagen, es war so wie ich es jetzt sehe, die Beste Entscheidung die ich treffen konnte.
Ich kann noch mal ganz neu anfangen.
Ich habe mir eine neue Arbeit gesucht, etwas völlig anderes als was ich zuvor tat und verdammt, ich hab nach 10 Jahren endlich wieder Spaß. Ja klar, die Bezahlung ist ein Witz, ich kann mich hocharbeiten, also wirklich hocharbeiten ohne das man es mir nur verspricht und nichts passiert.
Und ich muss dafür nicht mal meine Po Backen auseinander reißen oder in andere kriechen.
Mein Team ist super, richtige Menschen mit Gefühlen und sowas.

Nun ja... und ich bin wieder unter die Fotografen gegangen und ich finde meine Arbeit kann sich auch sehen lassen.
























In diesem Sinne....

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Meine Erfahrung mit Sammydress

Liebe Leser,

mich würde es gerade mal interessieren, welche Erfahrungen ihr mit Sammydress gemacht habt?
Beziehungsweise ob es in Deutschland Sammydress geschädigte gibt?

Wer Sammydress nicht kennt, dies ist ein Online Händler aus China der zu spott Preisen Klamotten, Uhren, Schuhe, Schmuck und allerlei Chi-Chi-Kram raus haut.
So zumindest vermittelt es diese Seite.
Die Wahrheit schaut aber weit aus anders aus.

Hier einmal mein Fall:
Ich ging wie fast jeden Abend Online via Laptop, checkte meine Mails und danach wechselte ich zu Facebook.
Rechts seitlich sprang mir dann eine Anzeige ins Auge mit einem Hoodie der ein Batman Print hatte.
Normalerweise klicke ich keine Anzeigen auf Facebook an und blende sie geistig aus und ignorier sie... aber verdammt...der Hoodie hatte ein Batman Print...und er sah geil aus...und er kostete nur 8€!!!!
Ich konnte also nicht anders...ich klickte die Anzeige an, wurde somit auf die Homepage von Sammydress weiter geleitet und da war er... der Hoodie mit den Batman Print und er kostete datsache nur 8 Euro! Und gleich zeigte man mir darunter in der Liste "das könnte die auch interessieren" einen weiteren Hoodie, ebenfalls mit Batman Print und Kaputze für unter 9 Euro.
Da ich aber ein vorsichtiger Mensch bin, las ich mir erstmal alles durch um mich nicht an zu arschen.
Ich schaute also erstmal nach den Sicherheits Labels (sind da), schaute dann nach den Shippingkosten bzw ob Sammydress überhaupt nach Deutschland liefert. War okay soweit...etwas teuer, aber anbetracht der Artikelpreise vertretbar.
Dann nahm ich die Retouren Möglichkeiten unter die Lupe. Soweit eigentlich auch okay..wenn was nicht passt soll man den Customer Service kontaktieren und die kümmern sich dann drum.

Dann schaute ich nach den Zollgebühren, weil ich bedenken hatte, da es sich ja Hoodies mit Batman Logo handelte und ich vielleicht Probleme kriegen könnte von wegen Branding etc.
Man wird eigentlich nur darüber informiert das Gebühren anfallen, wenn der Warenwert 22€ übersteigt, dann wird eine Mwst von 19% fällig, die muss man dann dem Postboten pass genau zahlen (die muss man sich im Vorfeld dann aber selber ausrechnen)...ab 150€ kommt dann eine Zollgebühr zu stande... die fällt dann so hoch aus, das die Kostenersparnis dann wirklich für'n Arsch war!

Bezahlungsmethoden: Sammydress akzeptiert Kreditkarten, PayPal, WesternUnion (da hätte ich schon mal anfangen müssen diese Seite in Frage zu stellen) und noch ein paar andere, die für Deutschland aber eher irrelevant sind.

Soweit, so schön...
ich hatte also die Hoodies in der Tasche, schickte meine Bestellung ab und bat meinen Freund darum die Rechnung über sein Paypal zu bezahlen, da ich kein Paypal besitze (ich finds für mich persönlich einfach zu unsicher auf Grund der letzten datenklau Geschichten).
Ich bekam eine Bestätigungsmail in der, der Zahlungseingang bestätigt wurde, mit dem Hinweis das ich demnächst meine Versandbestätigung kriege.
ich freute mich, ich wartete....

Ich wartete genau eine Woche und wunderte mich dann warum ich keine Mail mehr kriege.
Ein Blick in meinen Mail-account konnte mir da auch nicht weiter helfen, es gab keine Mail, es ist auch keine ins Spamfach gerutscht...also direkt auf sammydress gegangen, mich eingeloggt und geschaut wie es mit dem Sendestatus aussieht.
Nun ja...es gab keinen...
Mich wunderte dann nur das in meiner Statusleiste auch nicht vermerkt war, das die Bestellung bezahlt sei. Ich schrieb dann Sammydress an.
Dies ist sehr mühselig, da sie eigentlich mit einem 24std Chat werben, dieser aber nie Verfügbar ist. Man kann sich einen Wolf klicken, aber es heißt immer das alle Mitarbeiter zu beschäftigt seien.
Also muss man ein Ticket aufgeben.
Dafür brauch man die Bestell Nummer, also muss man erstmal aus dem Menü raus, in die Bestellung gehen, Nummer Kopieren und dann kann man loslegen, natürlich in Englisch, da die Seite kein Deutscheinstellung hat, somit kann man sich denken das auch niemand am anderen Ende Deutsch versteht.
Ich fragte also was denn mit meiner Bestellung sei, wann diese denn man verschickt wird und warum meine Bestellung nicht als Bezahlt markiert ist. Ob Flatrate Shipping bedeutet, das die erste mehrere Sendungen Nach Deutschland sammeln müssen?!

Hätte ich mir auch sparen können, ich bekam erst gar keine Antwort.

Ab dem Punkt fing ich denn mal an Google zu fragen, zu schauen ob man etwas über sammydress findet und wie lange andere warten mussten...
Das Resultat war erschreckend und mir kam im gleichen Augenblick buchstäblich die Kotze hoch!!!!
Wohin man auch sah, man las nur noch "Sammydress is fake, don't order anything" oder "They just take but never give" was soviel heißt, das sie nur die Kohle einsacken, aber die bestellte Ware nicht rausschicken.
Ich dachte nur noch "naaa scheissöööö". Der Besuch der Facebook Seiten gab mir dann den Rest.
Unter jedem Post von Sammydress versuchten geprellte Kunden andere Leute zu warnen und rieten ab dort zu bestellen. Die wenigsten bekamen wirklich mal ein Teil ihrer Ware, die Qualitativ aber so unter sau war, das laut Angaben die Klamotten aussahen, als wenn Kinder sie genäht hätten.
Ich scrollte runter...immer weiter bis ins Jahr 2013. Alle Kommentare sagten das selbe aus "Don't buy anything from this company".
Da waren Leute die Monate lang auf ihre Bestellung warteten und nie etwas gesehen haben.
Die ihrer Kohle hinterher rannten und wenn dann nur einen Bruchteil erstattet bekamen.
Wenn man nach den Kommentaren und Aussagen geht, dann behällt Sammydress die Shippingkosten ein.
Bei Flatrate Shipping sind dies nach Deutschand um die 14€ und Standart Shipping liegt bei 50€, Expressversand will und kann man nicht bezahlen, da isses billiger selbst hin zu fahren.

Ergo... kriegste deine Ware nicht und gewinnst den Kampf nach 20 Mails hin und her geschreibe das man dir das Geld zurück erstattet, ist dies nur der reine Warenwert, die Shippingkosten nicht, somit macht der Shop trotzdem Gewinn.

Was nicht ersichtlich ist an der Seite, das es ein China-Shop ist.
Die Seite macht zwar den Anschein, es wäre ein Amerikanischer Shop, aber es ist ein China Shop.
Was mir ebenfalls nicht aufgefallen ist, die Seite hat kein Impressum!
Auch die Prüfsiegel ganz unten sind Fake... man kann nicht ein einziges davon anklicken!
Wären diese echt, könnte man sie auch anklicken. (das weiß ich nun)

Ab und zu scheint Sammydress doch vereinzelt Waren auszusenden, aber wir ich bis her in Erfahrung bringen konnte auch nur so einen Schrott, der kein Label oder Branding hat, der nicht sonderlich auffällig gut aussieht, Sachen die man in jeden Thailaden aufm Kiez bekommt, nur maßlos überteuert, dank der Shippingkosten.

Ich kann nur jeden Raten die Fínger von sowas zu lassen.
Die Seite ist sehr professionell ausgearbeitet, im perfekten Englisch, sehr Hochwertiges aussehen, Mit vielen Erklärungen um den Anschein zu wecken "Hier is der Kunde König, hier kriegste deine Zuckerwürfel in den Popo geblasen mit einem goldenen Röhrchen".
Die wird Suggeriert das die Preise nur für einen kurzen Zeitraum so niedrig sind, dank einen Countdowns neben dem Preis.

Laut den Berichten und Kommentaren ist die Bezahlung per kreditkarte noch bescheidener, weil es dann ebenfalls Wochen bis Monate dauert bis man einen teil des Geld zurück bekommt. Denn man hält einen hin. Und das stellenweise so lange bis die Retourenklausel abgelaufen ist.

Einzig und allein was man machen kann, ist das man solange die Bestellung noch nicht als "verschickt" markiert wurde, den Customer Service ein Ticket zu schreibt, mit Angabe des Datums und einer 3 Tages frist (ebenfalls nochmal mit Datum), das Sammydress dir dein Geld, und zwar den kompletten betrag, inkusive Shippingkosten, binnen dieser Frist zurück bucht! (am besten scheint dies zu klappen wenn man mit Paypal bezahlt hat)
Andernfalls übergibt man die Sache einen Anwalt.

Bei mir hat es zumindest so funktioniert und ich bekam den Vollen Betrag zurück gebucht.
Andere Leute rennen immer noch ihrem Geld bzw der Ware hinterher oder werden um die Shippingkosten beschissen.
Sollte von euch auch einer Sammydress auf dem Leim gegangen sein und ihr habt mit Paypal bezahlt, dann meldet diesen Händler auch bei Paypal! Schon alleine weil Sammydress mit einem gefakten Zertifizierungssiegel auf der Seite wirbt.

Ihr dürft euch auch gerne bei mir melden und mir hier schreiben bzw eure Erfahrungen teilen. Die Medien sind diesbezüglich schon eingeschaltet und es wäre schön noch mehr Stimmen von Leuten zu hören, die wirklich einen Schaden durch Sammydress hatten.

Ich kam noch mit einem blauen Auge aus der Sache raus und wenn Sammydress sich geweigert hätte mir mein Geld zu erstatten, hätte ich mich zwar geärgert, aber es wären dann halt auch nur 40€ gewesen. Manch anderer schlägt bei solchen Schweinepreisen richtig zu, wählt dann vielleicht noch den Standard- oder Expressversand und schaut dann in die Röhre.

Das muss nicht sein.
Denkt immer daran wenn ihr einen "neuen" Onlineshop besucht...
achtet aufs Impressum, klickt alle Siegel an ob man sie auch anklicken kann, schaut vor dem Bezahlen lieber noch mal bei Goolge nach Bewertungen und Erfahrungen...und wenn solch ein Shop schon eine Verlinkung zu Facebook hat, dann schaut auch da und lest die Kommentare.

Nicht jeder Onlineshop ist fake, nicht jeder China-shop ist fake, sucht vor der Bestellung den Kontakt und fragt nach.
Vorsicht statt Nachsicht.

In diesem Sinne...